Meist sind es die einfachen Dinge, von denen die größte Faszination ausgeht. Ein verblüffendes Beispiel dafür ist der Wendekreisel bzw. Stehaufkreisel oder auch Tippe Top genannt.
Dreht er sich nicht, so sieht er aus wie ein gewöhnlicher Kreisel. Versetzt man ihn jedoch in Rotation, so stellt er nicht nur sich sondern auch die Welt der Physik auf den Kopf. So wurden seit seiner Patentanmeldung im Jahr 1891, durch die Münchner Physikerin Helene Spelz ,unzählige wissenschaftliche Aufsätze veröffentlicht, die sich mit diesem verblüffenden Verhalten auseinandersetzten. Sie reichen von mathematischen Simulationen einer Haft-Gleit-Bewegung bis hin zum Ansatz einer geschwindigkeitsproportionalen Reibungskraft.
Auch Physikgrößen wie Wolfgang Pauli und Niels Bohr haben sich damit beschäftigt. Es wird von einer Tagung im Jahr 1960 berichtet, auf der geschlagene 3 Stunden hitzig über den Wendekreisel debattiert wurde, bis der Nobelpreisträger Niels Bohr mit folgenden Worten den Raum verließ:
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Mehr zum Phänomen Wendekreisel
In folgenden vielzitierten Arbeiten finden Sie weitere Informationen:

Friedl, C. (1997),
Der Stehaufkreisel, Zulassungsarbeit zum 1. Staatsexamen am Institut für Physik der Universität Augsburg

Wobst, A. und Friedl, C. (2005), Der Stehaufkreisel (tippe top), Zusammenfassung, Stand 14.02.2014
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